als ich so 15,16,17 war, bin ich oft am wochenende ins xtc, beziehungsweise ins empire gepilgert. so ungefähr, wie alle anderen 15, 16, 17, und etc-jährigen auch. damals war die welt noch in ordnung, der 48er hatte noch keine 1 vor der 4, die mädels hielten es für den letzten schrei nen grauen body zu ner weissen 501 zu tragen, während wir jungs versuchten, diese mit langen haaren zu beeindrucken. also die mädels, nicht die 501. klappte aber nur mäßig.
na jedenfalls war besagter 48er am wochenende immer ziemlich voll und eisenacher ecke hauptstr. stiegen dann alle aus. als wir n paar jahre später das ufo und den tresor entdeckten, brachte uns der bus noch weiter ran an das ding, das mal der potsdamer platz werden sollte, aber das is ne andere geschichte.
im xtc angekommen traf man seine freunde, trank sein bier, tanzte immer zu den gleichen stücken, flipperte oder schaute sich im kino “die ritter der kokosnuss an”. ich glaub das war der einzige film, den sie da immer spielten. irgendwie waren auch immer die gleichen gesichter da, aber man selber war ja auch da, logo.
der dancefloor im madhouse war stilvoll von unten bunt beleuchtet, wie in dem einen pulp video. vielleicht war der aber auch silbern und die farben kamen woanders her. who cares. sah halt so aus, wie man sich ne disco eben vorstellte. auf den sitzen saßen dann auch immer haufenweise leute und scopten nach attraktiven personen des jeweils anderen geschlechts. aber ich habe da beim besten willen nie jemanden knutschen sehen, geschweige denn selber geknutscht.
musikalisch war es ja weitgehend “indie”, mit nem gewissen hang zur popmusik. aber wenig wirklich innovatives zeug, wenig electronisches oder, weiss der geier, eugene chadburn oder so. hip hop nur dann, wenn mit anthrax kooperiert wurde. ich kann mich da auch kaum an andere stücke erinnern, als join the army, manamana und gelegentlich mal die pixies. pop will eat itself hab ich da jedenfalls nie gehört. also ausser aufm konzert 1994, zu dem ich meine damalige freundin [hallo!] ne ganze weile überreden musste. zum schluss fand sies aber doch gut. hoffe ich.
[insgesamt fand ich den dj vom rockit besser, der spielte zwar immer abwechselnd nur iggy pop und killing joke, aber irgendwie war der cooler].
und wenn der abend dann gelaufen war, ohne knutschen, ohne beeindruckendes headgebange und gepose gepoge, fuhr man eben wieder mit nem vollbepackten 48. nach hause und wenn man glück hatte, lief im fernsehen noch zardoz mit sean connery oder das schreckenskabinett des dr. phibes.
womit ich auch beim thema des eintrags wäre. die dr. phibes filme habe ich nämlich kürzlich erstanden und mir soeben zu gemüte geführt. super. und schwupps musste ich an das xtc in der hauptstrasse denken.
dabei fällt mir noch mein 16. geburtstag ein, meine eltern waren weg, also wurde groß gefeiert und irgendwann landete aus mir völlig unbekannten und nicht nachvollziehbaren gründen einer der barkeeper vom xtc auf meiner party. war witzig, weil wir dann alle umsonst in die disco sind und saufen durften. nur peter mussten wir leider zuhause lassen, weil der sich in meine kloschüssel verliebt hatte..naja hast nix verpasst, alder.
jetzt ist da ja das havanna drin und ich wette die spielen immer noch nicht pop will eat itself.