Gazpacho
Ich muss Euch einfach diesen Menschen hier vorstellen:
KARLOS ARGUIÑANO heisst der gute und ist Spaniens bester Fernsehkoch.

auf seiner webseite www.karlosnet.com gibt es prima Rezepte (auf spanisch) und ich habe gerade mal mein erstes Gazpacho fabriziert. Ich glaube es ist gut geworden. Aber weiss nicht, denn noch steht es im Kuehlschrank.
Ist sehr einfach und geht super schnell: 500g Tomaten schaelen, 1/2 Gurke, 1/2 Paprika, Knoblauchzehe, 4EL Weinessig, 1dl Olivenoel, zeriebenes Brot und Salz einfach zusammenwerfen und solange mit dem Mixer puerieren bis nichts mehr uebrig ist. Dann ab in den Kuehlschrank und hoffen dass das Wetter besser wird ;-)
erst das fressen…
ein artikel von gerd appenzeller im tagesspiegel zum 25. jahrestag der gründung der solidarnosc in danzig.
interessant, wie die deutsche sozialdemokratie es fast jedesmal schafft, sich von oppositionsbewegungen zu distanzieren und stattdessen auf tuchfühlung mit diktatorischen regimes zu gehen: polen in den 80ern und jüngst die ukraine sind da keine ausnahmen. schliesslich ist uns gert egon krenz 1986 auch schon in den allerwertesten gekrochen.
aber vielleicht gehts ja auch einzig und allein um die wirtschaft, so wie beim verhältnis zu china.
nix mit walking on sunshine
hat eigentlich der hurricane irgendwas mit katrina and the waves zu tun?
irgendwie blöde das ding so zu nennen oder?
tuberkulose ist kein spass
die drei berühmtesten ärzte von der ganzen insel haben mich untersucht; der eine beschnupperte, was ich ausspuckte, der zweite klopfte dort, von wo ich spuckte, der dritte befühlte und horchte, wie ich spuckte. der eine sagte, ich sei krepiert, der zweite meinte, dass ich krepiere, der dritte, dass ich krepieren werde.
fryderyk chopin über mallorquinische ärzte
gefährliche träume
heute nacht habe ich geträumt, ich hätte mit gerhard schröder doppelpäße gespielt und zwar im wohnzimmer meiner oma. schröder hat sogar ein tor geschossen.
ist das jetzt eine anspielung auf doppelpaß-debatten im wahlkampf (hallo roland!) oder das erbärmliche spiel von hertha am samstag?
ich bin verwirrt.
die neue lässigkeit
vor ein paar jahren hab ich mal im fernsehen einen reisebericht gesehen, in dem es um nette polynesische inselatolle und deren einwohner ging.
der bericht kam ein wenig rüber wie eine bounty werbung, aber eine sache fand ich doch toll.
da waren diese jungen polynesier, natürlich standesgemäß tätowiert wie man es nicht anders erwarten würde und die nahmen an einem obskuren steinhebe-wettbewerb teil. kennt man ja von world games von früher oder so.
und die jungs hoben sich da also alle nen bruch, aber derjenige, der die grössten und schwersten steine heben konnte, der hat nie an so einem contest teilgenommen. hatte der gar nicht nötig, denn er wusste eh, dass er der beste ist. er hat aber anscheinend deswegen auch kein fass aufgemacht. den hat das alles gar nicht interessiert, der hatte seine steine bei sich im garten und wenn er mal bock aufs heben hatte, hubte er einfach.
fand ich irgendwie gut, diese art understatement.
und warum ich das jetzt schreibe? gibt gar keinen bestimmten grund, das fällt mir nur manchmal wieder ein und dann erfreu ich mich an der lässigkeit dieses menschen.
two buffalo girls go around the outside round the outside round the outside

wow. greg wilson mixt für gerald simpson electrofunk auf samurai.fm
die entsprechende website gibts auch gleich mit dazu.
zu meinem persönlichen glück fehlt mir jetzt nur noch eisi gulp, der in seinen knallengen blauen spandex-klamotten im zdf studio rumbreaked und -smurft. und siehe da, den gibts auch noch. remember?
[nachtrag] für die hardcore-interessierten, lest euch ruhig durch, was greg wilson und a guy called gerald zu dem mix schreiben. ist sehr interessant und wirft ein kleines licht auf die szene in manchester und wigan in den frühen 80ern.
p.s. dabei fällt mir ein satz aus shaun of the dead ein: it’s not hip hop – it’s electro ,you prick
i love my label
hat nick lowe mal über stiff records gesungen.
also nicht, dass es mein label wäre, aber trackmode lieben ist nicht schwer. aufgrund einer fehlpressung der neuen larry heard cd [loosefingers - soundtrack from the duality double play] gibts dort track n° 15 lamentation zum download als mp3.
nette geste find ich.
1000 jahre spex
via malorama auf diesen artikelvon jörg sundermeier zum 25. geburtstag der spex gestossen.
ich war nie grosser leser der spex, da ich sie nie verstanden habe, bzw. mir dieses pseudointellektuelle gewäsch ziemlich auf den sack ging. ich kann mich an eine coverstory mit jingo de lunch erinnern, da wurde so viel belangloses hochgeistiges zeug dünngeschissen, dass ich mich wähnte einen artikel über jacques derrida und die dekonstruktionisten zu lesen. das einzige was jingo de lunch je dekonstruiert haben waren gehörgänge , wie es sich eben für ordentliche rocker gehört.
dass die spex die danceszene ignoriert hat, dem würde ich mich sofort anschliessen, zudem gabs anfang der 90er wesentlich bessere magazine, wie die hype! oder das 1000 magazin, von der frontpage mal ganz zu schweigen.
wie will man auch über tanzmusik schreiben, wenn man selbst nicht tanzt? macht irgendwie keinen sinn und so verliert sich die spex nach wie vor einerseits in peinlichem elektrogefrickel-hype und shuffleschlagertechno a la kompakt andererseits. muss wohl am kölner lokalpatriotismus liegen.
das letzte mal, als ich mir die spex zu gemüte geführt hab, waren new order aufm cover und das war im märz oder so. nach 5 minuten hab ichs schon wieder bereut mir nicht die coupé gekauft zu haben.
wie dem auch sei: herzlichen glückwunsch und auf die nächsten 25 jahre, vielleicht werden sie ja besser.
danke
thank god for the fussnote
mudders klampfe

so schnell kanns gehen. kaum hab ich den eintrag zu los hermanos gepostet, kommen die jungs auch schon nach europa. hey, danke, wär doch nicht nötig gewesen.
ok, kann auch sein, dass da kein direkter zusammenhang besteht, aber falls doch? hä, was dann?
wie auch immer, auf der website steht, dass sie mit der live band kommen werden, also so in etwa wie moodymann im frühling diesen jahres.
da machts mir auch nix aus, das besagter abend erst am 17. september im berghain stattfindet, denn vorfreude ist ja bekanntlich die grösste freude.
und als kleines dankeschön, weil du, werter leser, dir diese zeilen zu gemüte geführt hast, gibt’s hier noch ein mp3 von dj dex’ auflegerei in portland.
mmmmmhhh deeeeeeetroit
t.. t.. t.. time to jack
say what?
apple macht ohne ende werbung für final cut pro und lässt sichs pr-mäßig gutgehen in diesem artikel zu jose ramos’ maestro und chip e.’s the unusual suspects
wenn man mal von der nervigen erwähnung der produkte( die alle ganz bestimmt ganz toll sind) absieht, kommt sogar etwas informatives bei rum. beispielsweise dass es im august screenings der suspects in chicago geben wird.
das wussten fleissige deephousepage-leser bereits vorher, aber es kann ja nicht schaden, das nochmal laut rauszuposaunen.
ich bin jedenfalls gespannt wie ein flitzebogen auf den film, von dem ich bislang nur den teaser gesehen habe und das ist auch schon drei jahre her. aber so lange kann das schonmal dauern, wenn man ohne unterstützung des musikbizzznizzzz auskommt.
ist ja letztlich auch gut so, schliesslich kamen (und kommen) die meisten platten in diesem bereich nach wie vor ohne große marketingstrategien aus und sind wirklich so indie, wie man nur sein kann. wenn mans will.
mit dank an thööölkewilke
lucy van pelt

diese ganze doppelte kontingenz im leben geht mir allmählich aufn saque.
immer ist das alles so ungewiss und unberechenbar und nie klappt was so, wie ich das grad möchte.
immer ist man in der sozialen interaktion von den bedürfnissen und aktionen des jeweils anderen abhängig. und das gilt sowohl fürs arbeitsleben, als auch für privates. das nervt.
z.b. versuche ich heute den ganzen tag jemanden an die strippe zu kriegen und dieser jemand wiederum drückt sich bereits den ganzen tag davor. und ich kann noch nichtmal mit bestimmtheit sagen, dass
es absicht obengenannter person wäre, nicht ans telefon zu gehen. schliesslich weiss sie ja gar nicht, dass ich anrufe, im gegenteil, sie kennt mich ja nichtmal.
vielleicht ist sie auch im urlaub. soll ja vorkommen, sommers, wie winters.
aber genau das nervt mich ja grade. diese ungewissheit. die soll mal schön ans telefon gehen, wenn ich anrufe, statt sich bewußt oder unbewußt zu verkriechen.
und da das nicht nur für eine person, sondern für ganz viele menschen gilt, werden aus der einfachen doppelten kontingenz plötzlich ganz viele kleine doppelte kontingenzchen.
zum mäuse melken. wirklich. und vor allem bekommt man das gefühl seine zeit zu vertrödeln.
so verbringe ich meinen heutigen arbeitstag damit, mit menschen sprechen zu wollen, die nicht mit mir sprechen können oder wollen.
und kaum bist du zuhause oder im supermarkt, geht der ganze spass wieder von vorne los.
der eine will dies, der andere das. der eine bloggt über katzenbilder, der andere übers bloggen und keiner geht ans telefon. und warum das ganze? sind parsons und luhmann schuld?
mitnichten, lieber leser. obwohl ich ja keine gelegenheit auslasse, luhmann an ALLEM die schuld zu geben, so muss ich sagen, dass schuld daran eindeutig die anderen sind.
nämlich alle die, die nicht so sind wie ich.
ihr seid doof.
bloghead
den niedlichsten verschreiber des heutigen tages hat katja hübner im tagesspiegel fabriziert.
herzlichen glückwunsch! :)
