wordpressed by Maciej, Pedda und Papasosa

oha

meine wahlbenachrichtigung flatterte soeben in meinen briefkasten.
wow, man kann sich sogar stimmzettelschablonen abholen. sind da die kreuzchen schon vormarkiert? ist berlins süden vergleichbar mit dem süden der usa?
tsss, fragen über fragen. vor allem fände ichs mal gut, wenn man nicht immer in schulen, büchereien etc. wählen würde, sondern mal in der eckkneipe mit nem herrengedeck vor sich oder in einer table dance bar die silikon partei deutschlands. dann würde auch niemand mehr von politikverdruß sprechen.
werd wohl mal ne petition einreichen..


the brothers gonna work it out

eine der spannendsten bands, wie ich finde, kommt derzeit aus detroit und heisst los hermanos.
eigentlich handelt es sich auch nicht in erster linie um eine band, sondern das produktionsteam von gerald mitchell und rolando rochas. rolando ist dann irgendwann ausgestiegen und lebt derzeit in glasgow, während gerald mitchell sich einige mitstreiter gesucht hat und diese in dj dex und santiago salazar auch gefunden hat. live werden die stücke dann allerdings noch mit fünf anderen musikern gespielt
die idee lateinamerikanisches feeling mit 4 to the floor-rhythmus zu verbinden ist ja an sich nix neues, aber die kombination von los hermanos war bereits bei den ersten releases eine besonderheit. etwas düster, ein paar flächige sounds hier und da, namentlich streischää, aber immer hochgradig rhythmisch.
vor allem haben ihre produktionen das, was techno besonders in deutschland fehlt: seele.

eine rezension des aktuellen albums hat dan sicko geschrieben, seines zeichens author von techno rebels.
auf der los hermanos website gibts einen wunderbaren mix von santiago salazar, der wahrscheinlich während der japantour entstanden ist.
wer mit basic channel beginnt und mit mathew jonson weitermacht, kann nicht falsch liegen.


ein kleiner schwank

als ich noch jung war und freude am ausgehen hatte, verband ich diese mit der möglichkeit etwas geld zu verdienen und ungemein hip zu werden. ich heuerte in berlin bei dem club mit den drei buchstaben an und begann, mich unter anderem um die pr und das booking zu kümmern. anfangs noch als praktikant, später dann (mehr oder minder) fest.
das war auch eine recht witzige zeit, man lernte ne menge guter künstler, absurder alkoholkombinationen und grässlicher restaurants kennen.
unter der woche gings so gegen 13h los mit texten, telefonieren, verhandeln, versuchen im gewusel der mailinglisten den überblick zu behalten usw. das machte man so von montag bis freitag abend.
das wochenende schliesslich war dann der krönende abschluss, auf den man so fleissig hingearbeitet hatte. das begann meist mit dem abholen der dj’s oder liveacts und setzte sich fort, mit den versuchen die herrschaften soundchecken zu lassen, sie im hotel einzuchecken, essen zu gehen und was da noch so alles dazu gehört.
meist gingen die abende (und das tun sie wohl immer noch) so gegen 23h los, was für berliner verhältnisse recht früh ist, d.h. man kann eigentlich davon ausgehen bis 1h kaum gäste im club zu haben. also vertrob ich mir die zeit mit den folks an der kasse und an der tür, denn die konnten ja nicht weglaufen.
da dieser club ein recht renommiertes g’schäft ist, hatten wir manchmal illustre gäste aus funk und fernsehen, beispielsweise war mal ein bundesminister da, der recht locker rüberkam und sich so manches pils reinpfiff oder auch die nena, die nen ganz netten eindruck machte.
es stellt sich ja eh die frage, ob man die gäste dreist anquatscht.
“ey bist du nicht die und die, willstn bier?” kommt irgendwie doof. der herr minister musste das aber an dem abend über sich ergehen lassen und war auch sichtlich genervt.

richtig witzig wurde das aber nur einmal. ich stand gerade an der kasse und unterhielt mich mit meinen kollegen, da rauschte eine ami-stretchlimo heran, mit verdunkelten scheiben und heraus kamen ein paar wirklich fertige gesellen, mit weiblichem anhang. stellte sich heraus, dass es eine amerikanische rockband war, die vor kurzem einen charthit hatte, indem sie ein rhcp-sample verhunzte und auch sonst der körperverzierung nicht abgeneigt war. also die jungs dieser musikalischen eintagsfliege kamen an die tür und unser türsteher meinte auf den sänger zeigend:”ey, den kenn ich, das isn dealer, der kommt hier nicht rein.”
die ganze aktion war nichtmal böse absicht, er hatte die typen wirklich (v)erkannt und er ist sich auch jetzt noch sicher, dass das keine musiker waren.
er hat wahrscheinlich recht


hey hey

roam if you want tooooooo
roam around the wooooooooorld

[file under: lalalalalalaaaaaaaaaaa]


letztens beim proktologen

morbus chrom

nur nach hause, nur nach hause…

christian ulmen bringt’s im tagesspiegel einfach auf den punkt: die hertha-kolumne


vorwärts immer, rückwärts nimmer

heute wurden in berlin wieder frische erstklässler eingeschult. ich nehme das jetzt mal an, denn die riesigen schultüten warenauf den strassen kaum zu übersehen. noch sind sie froh, daß ihnen soviel aufmerksamkeit geschenkt wird, aber jetzt geht für die ärmsten der stress richtig los und sie werden in kürzester zeit fix und fertig sein. anfangs ists ja alles noch ganz lustig, man schneidet irgendwelches zeugs aus bunten papieren und beklebt damit die fenster in den schulräumen oder trällert lustige liedchen, aber kaum geht das mal los mit lesen, schreiben und rechnen, ists vorbei mit der guten laune. hab ich selbst erlebt.

die hitverdächtigen momente, die man während der schulzeit hat, sind ja allesamt schnell aufgezählt: in der 1. klasse freut man sich noch, dass man beim murmeln gewonnen hat, in der 5. klasse über die tolle klassenfahrt in den bayrischen wald, bei der alle beteilgten wegen vergammeltem leberkäs tüchtig reihern müssen, in der 7. oder 8. klasse tanzt man auf sehr dubiosen bluesparties und knutscht (wobei ich glaube die kids machen das heute bestimmt schon in der 3.)…und so weiter und soweiter.
irgendwann verlässt dich dann deine freundin, weil der typ in der parallelklasse, den du übrigens nie leiden konntest, viiiiieel besser basketball spielen kann als du und ausserdem eh der schulcournel ist.
tja, es geht halt echt immer weiter abwärts, übrigens auch mit den miesen, unfairen lehrern, die auch nur noch auf ihre rente warten.
also kinder, lasst euch gesagt sein, dass leben und insbesondere die schule ist kein spass, jeder der was anderes erzählt, hat einen an der waffel.

dabei fällt mir ein, dass es in der 2. klasse bei uns so ein spielchen gab, ich glaube aber nur für die 3, 4 oberchaoten, zu denen ich mich zählen durfte. das lief so, dass man autoquartettkarten bekommen hat, wenn man mal ruhig dasaß und nicht rumgenervt hat. wow, wir müssen echt ganz schöne teufelsbraten gewesen sein, leider weiss ich nicht mehr, obs funktioniert hat, aber allein die tatsache, dass es nicht für die ganze klasse, sondern eben nur für die nervensägen galt, schockiert mich ein wenig.

was solls, macht das beste draus…


bloggen? na klar!

wie war das doch gleich mit blood, sweat and tears?

via tanith

weggehtipp fürs ruhrgebiet

statt bräsig vor der glotze zu hängen, kann man auch nach düsseldorf in den unique-club fahren und den klängen von vladimir ivkovic lauschen und für nen schmalen taler das tanzbein schwingen.

vladimir ist mastermind und resident von substance. siehe die rechtsstehenden links.

can u dance?
Unique Club
Bolker Strasse 30
40213 Düsseldorf
ab 22h, 4€

er ist auch meines wissens der einzige dj, der es schafft in seinem dj-set aus house, techno und electro the smiths zu spielen und zwar so, dass man denkt morrissey wär in belleville gross geworden. hab ich schonmal erlebt.

aggro berlin

gestern noch ferne zukunftsmusik bei mc winkel, heute schon realität bei wordpressed.

ich bin soeben das erste mal in meiner 25jährigen fahrradkarriere von nem auto angefahren worden. d.h. angefahren ist vielleicht der falsche ausdruck, der typ hat mich beim rechtsabbiegen einfach mal übersehen und ich bin volles rohr in seine seite reingedonnert.
glücklicherweise ist nix passiert, ausser kleinen schürfwunden, die ich hier nicht dokumentieren möchte, sonst lacht ihr mich aus.
was mir aber wirklich sorgen macht, war meine reaktion auf diese hinterhältige attacke. ich hab die beifahrertür aufgerissen und dem typen 2 minuten brutalstmögliches zeug an den kopf geworfen. hätt nicht viel gefehlt und ich hätte ihn aus der kiste rausgezerrt.
soll ich vielleicht einen anger-management kurs machen?
ist das normal bei erhöhtem blutdruck?
grr grrr grrr

put some stuff on your pussy

angesichts dieser bilder, wird es wirklich mal wieder zeit, sich eine katze anzuschaffen.

[via de:bug]


no sex at all

“Über ihre kleinen Brüste schreibt sie was, aber über ihren dicken Hintern nicht. Typisch Frau.”

im gegensatz zu marilyn monroe.
banana übersetzt in der allee der spackonauten shakira. schön.

sex on wheelchairs

ich kann es ja nicht laut genug in die welt posaunen: am donnerstag spielen wieder trisomie triosophee in der junction bar und zwar diesmalst in originalbesetzung. der gute herr vogel, seines zeichens bassist, weilte ja nun lange genug in brasilien und kann uns an diesem abend sicher mit einigen aparten bassläufen beeindrucken.
ansonsten warte ich immer noch darauf, dass die jungs mal die talking heads covern oder goldie’s inner city life. wär domma was oder?
also klasse coverversionen in netter atmosphäre gesucht? dann nichts wie auf ins estrel die junction bar in der gneisenaustr.

p.s. der flyer ist deshalb so verschwommen, weil … ach ist doch egal. ich will euch nicht mit den grafischen möglichkeiten, die man heutzutage so hat, nerven.

also gneisenaustr. 18
ab 21h
donnerstag 11.8.


oberschichtenwas?

danke, andreas borcholte. solche sätze: “dass sabine christiansen jahrelang die “tagesthemen” moderiert hatte, interessierte uns damals beim schreiben der ersten verrisse schließlich auch nicht.”
[kleinschreibung von wordpressed]
zeigen UNS doch immer wieder EURE arroganz und selbstverliebtheit, die WIR so sehr an EUCH spiegel-redakteuren schätzen. und EURE vorliebe für bestimmte personalpronomen.
im übrigen finde ichs allmählich müßig und langweilig harald schmidt als wichsvorlage für den eigenen intellekt zu benutzen; so ein schlauer kopf er auch sein mag. das ist oberschichtenmainstream.


sex on wheels

At one point, she describes standing naked in front of her full-length mirror assessing the body that captivated the world, knowing that she is slipping into middle age, and commenting that “my breasts are beginning to sag a bit” but “my waist isn’t bad” and her buttocks are still “the best.”
verdammt richtig. diese sätze stammen übrigens von marilyn monroe und aufgezeichnet hat sie ihr psychiater ralph greenson. meint zumindest die la times.
ultimativ spektakuläres steht da eigentlich nicht, ausser, dass sie es mit joan crawford getrieben hat. aber wer hätte das nicht gerne getan?