wattn glück, dass ich atheist bin
also wenn man mal tanzmusik mit religionen vergleicht, nur weil man grad keinen bock hat das political science quarterly zu lesen, dann kommst sowas dabei raus:
hip hop ist wie der katholizismus…früher gabs die message, heutzutage gehts nur noch um macht, titten (oder n paar knackige hintern kleiner jungs) und protzige alte säcke.
es gibt zwar nur einen gott, aber der dreifaltigkeit, bestehend aus dj herc, africa bambaata und flash wird weiter gefrönt.
disco ist in seinem hedonismus antiken griechischen kulten ähnlich, man denke da mal an die dionysischen feste, aber eigentlich gehts nur um knackige männerhintern .
house hingegen gleicht wohl eher der römischen mythologie, ist ähnlich ekstatisch, die griechen waren vorbild, aber manchmal wirds dann zu opulent. im grunde gehts immer noch um männliche hintern.
reggae ist durch seine auffällige spiritualität und die erfindung vieler essentieller ideen und techniken als das judentum moderner tanzmusik einzustufen. es ist der vorläufer und alle beziehen sich drauf, aber kaum einer gibts offen zu. dub wäre dann übrigens so ne kabbalistische eigenart.
techno erweckt durch seinen minimalismus assoziationen zum zen-buddhismus, das geloopte mantra wird man nicht mehr los, aber mit ein wenig e glück, schafft man es ins nirvana.
r$b hingegen muss wohl eine art calvinismus sein, es dreht sich nur noch um kohle und davon abgesehen passiert eigentlich nichts mehr, was weiter aufregend wäre. ab und an gibts nen ökumenischen gottesdienst mit jay-z.
breakbeats haben sich irgendwann mal abgespalten und ihr eigenes ding gemacht, passen somit am ehesten zu orthodoxen strömungen. sowohl djs als auch das (zumindest männliche) publikum hat lange bärte
ach ja, elektro gleicht dem radikalen islam. seit dem 11. september 2001 hört man von nichts anderem mehr.
[nachtrag] weil petern fragte:
also spielarten des rock’n'roll (und darunter fällt jetzt mal alles von mod über punk und metal zu progrock und so nem shizznit) sind uralte keltische kulte. oder zumindest uralt, wenn schon nicht keltisch. sie sind sozusagen der grundstein von dem ganzen zeug und manchmal geraten sie einfach in vergessenheit.
aber abhilfe kann da z.b. paul weller schaffen, der ist nächsten monat konzertartig in berlin. all mod cons cans kanns! dazu gibts im oktober bestimmt den ein oder anderen eintrag. paule spielt in meinem leben nämlich ne gewichtige rolle.